
In diesem Gespräch sprechen wir mit der veganen Psychologin Martina Uttinger darüber, wie Mitgefühl gegenüber Tieren entsteht – warum es manchmal blockiert wird und ob Menschen lernen können, empathischer zu werden. Es geht um psychologische Schutzmechanismen, kognitive Dissonanz, gesellschaftliche Prägung und darum, warum Druck oft nicht funktioniert – und was stattdessen helfen kann, Herzen zu öffnen. Dieses Video soll kein Urteil sein, sondern ein Raum für Verständnis, Reflexion und ehrliche Fragen. 🌱 Themen im Video: – Wie Mitgefühl entsteht – Warum Tierleid ausgeblendet wird – Abwehrmechanismen & Ignoranz – Kann Empathie wachsen? – Was vegane Menschen im Umgang mit Widerstand tun können

Ist Veganuary wirklich sinnvoll?
Veganuary ist jedes Jahr im Januar überall präsent. Viele Menschen machen „die Challenge“, einen Monat lang vegan zu essen. Das kann ein Einstieg sein – aber die entscheidende Frage ist eine andere:
Geht es nur um Ernährung auf Zeit – oder um eine bewusste Entscheidung gegen Leid?
Veganismus ist keine Challenge
Vegan zu leben bedeutet nicht, 30 Tage etwas auszuprobieren und danach wieder zur Tagesordnung überzugehen. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Für Tiere. Für fühlende Lebewesen, die Angst, Schmerz und Stress erleben – nicht theoretisch, sondern jeden einzelnen Tag.
Wenn Veganismus auf eine Challenge reduziert wird, geht oft der Kern verloren: das Leid der Tiere. Es geht nicht darum, neue Rezepte zu testen oder „mal zu schauen, wie man sich fühlt“. Es geht darum, hinzuschauen – und eine Konsequenz daraus zu ziehen.
Ernährung ist nicht der Kern – Mitgefühl ist es
Natürlich spielt Ernährung eine Rolle. Aber sie ist nicht der Grund, warum Menschen vegan leben.
Der eigentliche Grund ist einfach und gleichzeitig schwer zu ignorieren:
Tiere wollen leben. Sie wollen nicht genutzt, verletzt oder getötet werden.
Wer das einmal wirklich versteht, stellt sich nicht die Frage, ob Veganismus „machbar“ ist – sondern warum man jemals etwas anderes getan hat.
Was Veganuary trotzdem bewirken kann
Veganuary kann sinnvoll sein, wenn er als Anfang verstanden wird:
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als Moment des Innehaltens
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als ehrliche Auseinandersetzung mit Tierleid
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als erster Schritt, der nicht wieder rückgängig gemacht wird
Problematisch wird es dann, wenn nach dem Januar alles wieder vergessen wird. Denn für die Tiere endet ihr Leid nicht am 31. Januar.
Veränderung beginnt sofort – nicht irgendwann
Man muss kein perfekter Mensch sein, um heute etwas zu ändern. Aber man kann heute entscheiden, Leid nicht weiter zu unterstützen.
Vegan zu leben heißt nicht, besser zu sein als andere. Es heißt, bewusster zu sein.
Fazit
Veganuary ist nicht das Ziel.
Mitgefühl ist das Ziel.
Wer sich wirklich mit dem Thema beschäftigt, merkt schnell: Es geht nicht um einen Monat. Es geht um eine Entscheidung – für Tiere, für Empathie, für Verantwortung.
Und diese Entscheidung kann man nicht nur im Januar treffen.
Man kann sie heute treffen.


